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Test Lenovo ThinkPad T470p (Core i7, GeForce 940MX) Laptop


Leistung satt! Lenovo verpflanzt eine bärenstarke CPU, gepaart mit einer dedizierten GPU, in ein 14-Zoll-Business-Laptop. Dies ist eine etwas ungewöhnliche Kombination, welche Lenovo schon letztes Jahr einmal präsentierte. Ob die Schwächen des Vorgängers gemindert oder gänzlich beseitigt wurden, erfahren Sie in unserem ausführlichen Review.

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Ticker

Gut ein Jahr ist es her, dass wir den Vorgänger, das Lenovo ThinkPad T460p, auf Herz und Nieren getestet haben. Mit dem neu vorgestellten Lenovo ThinkPad T470p betreibt der Hersteller einfache Modellpflege. Die Basis ist nun eine moderne Kaby-Lake-CPU, welche dem Vorgängermodell leistungstechnisch rund 10 % voraus ist. Das Lenovo ThinkPad T470p kann je nach Belieben auf der hauseigenen Shop-Seite konfiguriert werden. Für das Einstiegsmodell auf Basis eines Intel Core i5-7300U verlangt der Hersteller allerdings schon ordentliche 1.369 Euro. Abstriche müssen die Kunden bei der GPU sowie beim RAM machen, welcher mit nur 4 GB recht knapp bemessen ist. Ebenso stört es, dass beim preisgünstigsten Gerät nur eine herkömmliche 500-GB-Festplatte verbaut ist und nur die Home-Version von Microsoft Windows 10 angeboten wird. Ein großer Vorteil des Lenovo ThinkPad T470p sind die vielseitigen Konfigurationsmöglichkeiten. So stehen dem Kunden sowohl sehr sparsame ULV-Prozessoren mit einer TDP von 15 Watt als auch sehr starke Quadcore-Prozessoren, welche mit einer TDP von bis zu 45 Watt spezifiziert sind, zur Auswahl.

Das Gerät lässt sich sehr einfach konfigurieren, allerdings übersteigt der Preis schnell die 1.500-Euro-Marke. Soll es ein Gerät mit einem starken Intel Core i7 sein, welches unserer Testausstattung gleicht, landen wir bei stattlichen 2.099 Euro. Kleinigkeiten lassen sich abwählen, was aber unterm Strich trotzdem dazu führt, dass eine Zwei vorne steht. Für den nicht zu vernachlässigenden Kaufpreis bekommen die Käufer einen sehr schnellen Intel Core i7-7700HQ sowie die dedizierte GPU vom Typ Nvidia GeForce 940MX. Der 8 GB große DDR4-RAM und die 512 GB fassende SSD sind das Minimum, was in dieser Kombination angeboten wird. Bei der Akkuauswahl gibt es von vornherein das große Modell mit 72 Wh. Auf Wunsch steht auch ein kleinerer 47-Wh-Akku zur Auswahl. An Sicherheitsfeatures mangelt es dem Lenovo ThinkPad T470p nicht, denn unser Testgerät ist mit einer Vielzahl davon ausgestattet. Wie schon erwähnt, rangiert das Lenovo ThinkPad T470p eindeutig im hochpreisigen Segment. Ob das gerechtfertigt ist und wie gut sich unser Testgerät gegen die Konkurrenz (nicht nur aus dem eigenen Hause) durchsetzen kann, werden wir im weiteren Testverlauf erörtern. Neben der hauseigenen Konkurrenz muss sich das Lenovo ThinkPad T470p auch gegen Geräte von Dell und HP beweisen. Nachfolgend haben wir für Sie eine übersichtliche Tabelle mit den wichtigsten technischen Daten der Vergleichsgeräte zusammengestellt.

Lenovo ThinkPad T460p Dell Latitude 14 E5470 Dell Latitude 5480 HP EliteBook 840 G4 Lenovo ThinkPad T470
CPU Intel Core i7-6700HQ Intel Core i5-6440HQ Intel Core i7-7600U Intel Core i7-7200U Intel Core i7-7200U
GPU NVIDIA GeForce 940MX Intel HD Graphics 530 Intel HD Graphics 620 Intel HD Graphics 620 Intel HD Graphics 620
Panel 14 Zoll 2.560 x 1.440 14 Zoll 1.920 x 1.080 14 Zoll 1.920 x 1.080 14 Zoll 1.920 x 1.080 14 Zoll 1.920 x 1.080
RAM 8 GB DDR4-2133 8 GB DDR4-2133 8 GB DDR4-2400 8 GB DDR4-2133 8 GB DDR4-2400
SSD 512 GB 256 GB 256 GB 256 GB 512 GB, NVMe

Grafikkarte

NVIDIA GeForce 940MX

– 2048 MB, Kerntakt: 1083 – 1189 MHz, Speichertakt: 1253 MHz, GDDR5 (Hynix), ForceWare 369.59, Nvidia Optimus

Hauptspeicher

8192 MB

, DDR4-2400, Single-Channel, 1 von 2 verbaut, max. 32 GB

Bildschirm

14 Zoll 16:9, 2560 x 1440 Pixel 210 PPI, LEN40AA, B140QAN01.5, IPS, spiegelnd: nein

Mainboard

Intel Sunrise Point, Intel Kaby Lake-H

Massenspeicher

Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP, 512 GB

, M.2 SSD, 450 GB verfügbar

Soundkarte

Intel Skylake PCH-H High Definition Audio Controller

Anschlüsse

3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: stereo, Card Reader: SD, MMC, SDHC, SDXC, 1 SmartCard, 1 Fingerprint Reader, SIM-Card

Netzwerk

Intel Ethernet Connection I219-V (10/100/1000MBit), Intel 8265 Tri-Band WiFi (Oak Peak) Network Adapter (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.2

Abmessungen

Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 24.4 x 339 x 235

Akku

72 Wh, 6080 mAh Lithium-Ion, wechselbar

Betriebssystem

Microsoft Windows 10 Pro 64 Bit

Sonstiges

Lautsprecher: stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, Netzteil, Lenovo Settings, 36 Monate Garantie

Gewicht

1.914 kg, Netzteil: 613 g

Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

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Ticker

Optisch passt das Lenovo ThinkPad T470p unverkennbar in die ThinkPad-Serie und entspricht direkt dem Vorjahresmodell Lenovo ThinkPad T460p. Ein klares Wiedererkennungsmerkmal ist der schräge Schriftzug auf dem Gehäusedeckel, welcher mit einer roten Status-LED versehen ist. Bei der Materialauswahl vertraut der Hersteller überwiegend auf Kunststoff und Magnesium, wobei die Unterseite der Base und der Displaydeckel mit einem Soft-Touch-Finish versehen sind. Die farbliche Gestaltung ist eine Kombination aus Schwarz und Dunkelgrau. Das Gerät hinterlässt einen hochwertigen Eindruck und überzeugt auch bei der Stabilität. Nicht nur beim Drucktest macht die Base des Lenovo ThinkPad T470p eine gute Figur, sondern quittiert auch Verwindungsversuche nur mit leichten Knarzgeräuschen. Beim Display-Deckel ist die Stabilität auf einem ähnlichen Niveau, wenngleich ein leichtes Verwinden möglich ist. Der Drucktest hinterlässt jedoch keine Verfärbung auf dem Panel. Mit 180 Grad ist der Öffnungswinkel des Displays wie gewohnt. Die beiden Scharniere wirken hochwertig und stabil. Problemlos wird das Panel an der gewünschten Position gehalten und ein übermäßiges Nachwippen ist nicht gegeben.

Zusammenfassend können wir sagen, dass am Gehäuse keine Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger vorgenommen wurden. Im Klartext heißt das: Alle Stärken und Schwächen wurden 1:1 übernommen. Zudem ist unser Testgerät mit dem größten Akku ausgestattet, wodurch das Gerät an der Hinterseite ungefähr 1,5 Zentimeter anhoben wird. Positiv ist jedoch, dass der Akku problemlos entnommen werden kann. Leider hat das Lenovo ThinkPad T470p keine Wartungsklappe, wodurch Wartungsarbeiten oder Upgrades erschwert werden.

Lenovo ThinkPad T470p

Lenovo ThinkPad T470p

Lenovo ThinkPad T470p

Lenovo ThinkPad T470p

Lenovo ThinkPad T470p

Lenovo ThinkPad T470p

Bei der Stellfläche schenken sich die Kontrahenten untereinander nichts. Die Abweichungen betragen in Breite und Tiefe nur wenige Millimeter. Zum Thema Gehäusedicke sei allerdings erwähnt, dass bei unserem Testgerät aufgrund des herausragenden Akkus noch zusätzlich 15 Millimeter addiert werden müssen, um einen realistischen Wert zu erhalten. Wer das Gerät jedoch mit dem kleinen Akku erwirbt, wird mit einer Bauhöhe von 24,4 Millimetern belohnt.

Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500 Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000 Dell Latitude 14 E5470 Dell Latitude 5480 HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE

344 mm239 mm24.4 mm1.9 kg339 mm235 mm24.4 mm1.9 kg334.9 mm231.1 mm23.2 mm1.9 kg334.4 mm228.9 mm22.5 mm1.8 kg338 mm237 mm18.9 mm1.5 kg336.6 mm232.5 mm19.95 mm1.7 kg

Das Lenovo ThinkPad T470p bietet eine solide Anschlussausstattung. Die gebotenen Schnittstellen sind identisch mit dem Lenovo ThinkPad T460p. Somit werden dem Kunden moderne Schnittstellen wie beispielsweise Thunderbolt 3 und USB 3.1 (Typ C) weiterhin vorenthalten. Die Schnittstellenverteilung ist jedoch gut und durchdacht. Die Anschlüsse liegen weit genug auseinander, sodass keine Probleme z. B. mit breiten USB-Sticks entstehen. Der Speicherkartenleser an der Vorderseite nimmt SD-Karten vollständig auf. Gegen eine Schutzabdeckung hätten wir allerdings nichts einzuwenden.

Insgesamt ist die Schnittstellenauswahl ausreichend, wenngleich das Gerät damit nicht ganz auf der Höhe der Zeit liegt.

links: Netzteil, USB 3.0, Lüftungsschlitze, 3,5-mm-Audio, SmartCard-Leserlinks: Netzteil, USB 3.0, Lüftungsschlitze, 3,5-mm-Audio, SmartCard-Leser
rechts: Slot für SIM-Card, 2x USB 3.0, RJ45-LAN, Mini DisplayPort, HDMI, Kensington Lockrechts: Slot für SIM-Card, 2x USB 3.0, RJ45-LAN, Mini DisplayPort, HDMI, Kensington Lock
vorne: 4-in-1-Lesegerät für Medienkarten (SD, MMC, SDHC, SDXC)vorne: 4-in-1-Lesegerät für Medienkarten (SD, MMC, SDHC, SDXC)

Die Leistung des Speicherkartenlesers hat sich im Vergleich zum Vorgänger kaum verändert und liegt im üblichen Bereich für nicht-UHS-II-fähige Leser. Mit unserer Referenz-Speicherkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II landete das Lenovo ThinkPad T470p beim Kopieren von JPG-Dateien mit einem Ergebnis von 74,9 MB/s ganz knapp vor dem Lenovo ThinkPad T460p. Bei der sequenziellen Leserate ermitteln wir einen Wert von 87 MB/s. Mit diesem Testergebnis rangiert unser Testsample nur im Mittelfeld und kann mit der guten Performance der beiden Dell-Geräte (Latitude 14 E5470 / Latitude 5480) bei weitem nicht mithalten.

Das WLAN-Modul lässt sich tauschen.Das WLAN-Modul lässt sich tauschen.

Das Lenovo ThinkPad T470p besitzt neben dem WLAN-Modul auch eine Ethernet-Schnittstelle. Mit dieser lassen sich Datenverbindungen mit bis zu 1 GBit/s herstellen. Für die mobile Datenverbindung ist das Modul Intel Dual Band Wireless-AC 8265 zuständig, welches auch die Bluetooth-Verbindung (4.2) bereitstellt. Im Rahmen unserer Messungen erreichte das Lenovo ThinkPad T470p beim Empfangen von Daten 547 MBit/s und muss sich hier knapp der Konkurrenz geschlagen geben, wenngleich die Differenzen innerhalb der Messtoleranz liegen. Beim Senden messen wir bei unserem Testgerät 472 MBit/s, womit sich das Lenovo ThinkPad T470p den dritten Platz sichert. Nur die beiden Dell-Geräte (Latitude 14 E5470 / Latitude 5480) fielen bei diesem Test hinter das Lenovo ThinkPad T470p zurück.

Der Fingerprint-Reader arbeitet zuverlässig.Der Fingerprint-Reader arbeitet zuverlässig.

In puncto Sicherheit überzeugt das Lenovo ThinkPad T470p und bietet dem User gleich eine ganze Reihe an Features. Angefangen beim Kensington-Lock, womit sich das Gerät gegen Diebstahl sichern lässt, verfügt unser Testgerät auch über einen modernen Fingerprint-Sensor, welcher zur Authentifizierung dient. Weiterhin besitzt das Lenovo ThinkPad T470p ein Trusted-Platform-Module (TPM 2.0). Um das System weiter zu sichern, können zusätzlich Passwörter für das BIOS/UEFI oder die Festplatte vergeben werden. Damit aber nicht genug, denn der verbaute Massenspeicher unterstützt die Selbstverschlüsselung nach dem OPAL-2.0-Standard. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass unser Modell auch mit einem SmartCard-Reader bestückt ist.

Der Lieferumfang beinhaltet den Standard – mehr nicht. Das heißt, dass dem eigentlichen Gerät nur noch das 135-Watt-Netzteil sowie einige Service-Broschüren beigelegt sind. Optional steht dem Nutzer des Lenovo ThinkPad T470p eine Menge Zubehör aus dem Lenovo-Lager zur Verfügung. Unter anderem gibt es verschiedene Docking-Stationen, aber auch passende externe Eingabe- und Ausgabegeräte.

Auch wenn dem Lenovo ThinkPad T470p eine Wartungsklappe fehlt, sind Wartungsarbeiten grundsätzlich möglich. Um die Unterseite der Base entfernen zu können, müssen zunächst alle Kreuzschrauben entfernt werden. Danach sollte die Bodenplatte mit Vorsicht entfernt werden, denn ringsherum befinden sich viele Kunststoffhaken, welche die Abdeckung weiterhin fixieren. Unsere Empfehlung ist, hierbei spezielles Hebelwerkzeug aus Kunststoff zu verwenden, um Beschädigungen am Gehäuse zu vermeiden. Nach dem Entfernen gelangt man sehr gut an die verbauten Komponenten. Unser Testgerät besitzt noch einen freien RAM-Steckplatz sowie einen freien M.2-Slot (2242), welcher wahlweise mit einem WWAN-Modul oder einer weiteren SSD bestückt werden kann.

Die Bodenplatte lässt sich mit etwas Geschick abnehmen.Die Bodenplatte lässt sich mit etwas Geschick abnehmen.

Auch das Lenovo ThinkPad T470p wird wie der Vorgänger mit einer dreijährigen Garantie ausgeliefert. Separat betrachtet wird allerdings der Akku, denn auf diesen gewährt der Hersteller weiterhin nur 12 Monate Garantie. Während des Bestellprozesses können der Umfang sowie die Laufzeit der Gerätegarantie optional verlängert werden. Für das Premium-Paket verlangt der Hersteller eine Zuzahlung von 350 Euro. Inkludiert ist dann neben der vierjährigen Garantie noch der Vor-Ort-Service am nächsten Werktag sowie der Unfallschutz. Dabei verbleibt die Festplatte beim Kunden, was gerade in Hinsicht auf sensible Daten von Vorteil ist.

Dass Lenovo sehr gute Notebooktastaturen verbaut, ist kein Geheimnis, und genau das macht sich hier wieder einmal deutlich bemerkbar. Die Chiclet-Tastatur des Lenovo ThinkPad T470p wirkt aufgeräumt und solide. Die leicht konkaven Tasten sitzen fest an ihrem Platz, wackeln nicht und sind mit 17 x 17 Millimetern gut dimensioniert. Der straffe Druckpunkt bietet dem Anwender ein sehr gutes Feedback, sodass trotz des Notebook-typisch kürzeren Hubs komfortables Schreiben möglich ist. Das Layout weicht etwas vom Standard ab, was aber von der ThinkPad-Serie bekannt ist. Etwas Eingewöhnung bedarf unter anderem, dass die Tasten “STRG” und “Fn” vertauscht sind. Ein Lob bekommt der Hersteller von uns für die sehr gute Beschriftung, welche hervorragend abgelesen werden kann. Dazu trägt auch die zweistufige Hintergrundbeleuchtung bei, welche das Schreiben bei schlechten Lichtverhältnissen erleichtert. Einen kleinen Kritikpunkt können wir uns jedoch nicht verkneifen, denn die Hintergrundbeleuchtung hätte gut und gerne auch eine dritte Helligkeitsstufe vertragen können.

Touchpad des Lenovo ThinkPad T470pTouchpad des Lenovo ThinkPad T470p

Das Clickpad des Lenovo ThinkPad T470p bietet sehr gute Gleiteigenschaften und hat die Maße 10 x 6,2 Zentimeter. Problemlos werden alle Eingaben auf der ganzen Eingabefläche bis hin zu den Randbereichen zuverlässig verarbeitet. Das Betätigen der beiden Tasten im unteren Bereich wird mit einem deutlichen Klickgeräusch quittiert. Dadurch bekommt der Anwender ein gutes Feedback. Alternativ können auch die Tasten oberhalb des ClickPads benutzt werden, auch wenn diese vorrangig wegen des Trackpoints vorhanden sind. Diese haben einen deutlich größeren Hub, nehmen aber Betätigungen fast lautlos entgegen. Der Trackpoint ist indes als zusätzliches Eingabemedium vorhanden, mit dem sich sehr präzise und schnell navigieren lässt. Hier ist jedoch ein wenig Übung gefragt. Wer jedoch schon öfter damit gearbeitet hat, wird sich schnell daran gewöhnen.

Das Lenovo ThinkPad T470p wird mit zwei unterschiedlichen Panels angeboten. Laut offiziellem Datenblatt des Herstellers gibt es die Möglichkeit, das Gerät mit einem Full-HD-Panel oder mit einem WQHD-Panel auszustatten. Beim Full-HD-Bildschirm ist eine Helligkeit von 250 cd/m² angegeben, wohingegen das WQHD-Display 300 cd/m² erreichen soll. Unser Testgerät ist mit dem WQHD-Panel ausgestattet. Mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln ergibt sich aufgrund der Displaygröße von 14 Zoll eine Pixeldichte von 210 ppi. Lenovo bewirbt das Panel zwar mit einer Helligkeit von 300 cd/m², aber die Messergebnisse offenbaren, dass die durchschnittliche Helligkeit bei unserem Testmodell nur 267 cd/m² beträgt. Im Vergleich ist das Panel des HP EliteBook 840 G4 mit 317 cd/m² deutlich heller. Bei der Ausleuchtung erreicht das Lenovo ThinkPad T470p mit 87 % ein eher durchschnittliches Ergebnis, das Kontrastverhältnis von 1.084:1 konnte im Vergleich zum Vorgänger leicht verbessert werden. Das WQHD-Panel hat mit leichtem Backlight Bleeding zu kämpfen, was überwiegend bei dunklen Bildinhalten zu erkennen ist. Bei der alltäglichen Nutzung sollte es hierbei zu keiner Beeinträchtigung kommen. Sehr gut ist, dass die Dimm-Funktion ohne PWM auskommt.

248
cd/m²
256
cd/m²
265
cd/m²
259
cd/m²
271
cd/m²
271
cd/m²
277
cd/m²
261
cd/m²
285
cd/m²

Ausleuchtung des Bildschirms

X-Rite i1Pro 2

Maximal: 285 cd/m² Durchschnitt: 265.9 cd/m² Minimum: 4 cd/m²

Ausleuchtung: 87 %

Helligkeit Akku: 267 cd/m²Kontrast: 1084:1 (Schwarzwert: 0.25 cd/m²)

ΔE Color 6.68 | 0.4-29.43 Ø6.1

ΔE Greyscale 9.21 | 0.64-98 Ø6.4

94.72% sRGB (Argyll 3D) 61.49% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)

Gamma: 2.42

Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
IPS, 2560×1440, 14
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
IPS-Panel, 2560×1440, 14
Dell Latitude 14 E5470
AH-IPS, WLED, 1920×1080, 14
Dell Latitude 5480
IPS, 1920×1080, 14
HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
TN, 1920×1080, 14
Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE
IPS, 1920×1080, 14
Response Time Grey 50% / Grey 80% *

52.8 (19.6, 33.2)

Response Time Black / White *

26.8 (6.4, 20.4)

PWM Frequency

220

Helligkeit Bildmitte

271

Brightness

266

Brightness Distribution

87

Schwarzwert *

0.25

Kontrast

1084

DeltaE Colorchecker *

6.68

Colorchecker DeltaE2000 max. *

12.96

DeltaE Graustufen *

9.21

Gamma

2.42 91%

2.33 94%

2.49 88%

2.41 91%

2.62 84%

2.04 108%

CCT

6018 108%

6469 100%

6572 99%

6856 95%

12530 52%

6277 104%

Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)

61.49

Color Space (Percent of sRGB)

94.72

* … kleinere Werte sind besser

Schon im Auslieferungszustand sind die durchschnittlichen Delta-E-2000-Abweichungen der Graustufen und Farben mit 9,2 bzw. 6,6 deutlich erhöht. Eine Kalibrierung sorgt hier für eine ordentliche Verbesserung, sodass die Werte auf rund 1 sinken. In Verbindung mit der ordentlichen Farbraumabdeckung (91 Prozent sRGB und 61 Prozent AdobeRGB) eignet sich das Panel durchaus für die gelegentliche Bildbearbeitung und kann für (Hobby-)Grafiker in die engere Auswahl aufgenommen werden.

Trotz der matten Displayoberfläche ist der Einsatz im Außenbereich aufgrund der geringen Displayhelligkeit (267 cd/m²) mit Einschränkungen verbunden. Bei Sonnenschein wird das Arbeiten mit dem Lenovo ThinkPad T470p deutlich erschwert, sodass unsere Empfehlung ist, vorrangig einen Schattenplatz zu nutzen.

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.

Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9705 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Auch bei unserem Lenovo ThinkPad T470p sind die Blickwinkel als IPS-typisch einzustufen. Das Testbild kann aus allen Positionen gut dargestellt werden. Leichte Probleme zeigen sich nur bei den vier Eckbildern, bei denen ein leichter Schleier die Farben trübt. Da diese Einblickwinkel im Alltag eher untypisch sind, sollte es während der Arbeit nicht zu Einschränkungen kommen.

Blickwinkel des Lenovo ThinkPad T470pBlickwinkel des Lenovo ThinkPad T470p

Unser Testsystem ist mit einem starken Intel Core i7-7700HQ ausgestattet, welcher mehr als genug Leistung für das Lenovo ThinkPad T470p bietet. Das ist jedoch nicht das Ende der Fahnenstange, denn mit einem Intel Core i7-7820HQ bietet der Hersteller alternativ ein noch schnelleres Modell an. Die beiden Core-i5-Quad-Cores (ohne SMT) bieten als Einstieg allerdings auch schon eine solide Rechenleistung. Die 8 GB DDR4-RAM sind ebenfalls gut dimensioniert und können bei Bedarf auf bis zu 32 GB erweitert werden. Der Massenspeicher in Form einer M.2-SSD sorgt zusätzlich für ein sehr gutes Arbeitstempo und unterstützt zudem den OPAL-2.0-Standard. Alternativ kann das Lenovo ThinkPad T470p auch mit einer herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte bestückt werden. Bei unserem Testgerät übernimmt eine Nvidia GeForce 940MX die 3D-Beschleunigung, wenngleich es auch preisgünstigere Geräte gibt, welche allein mit der Intel HD Graphics 630 auskommen müssen.

fest verlötete Kaby-Lake-CPUfest verlötete Kaby-Lake-CPU

Als Nachfolger des Intel Core i7-6700HQ kommt in unserem Testsample nun der Intel Core i7-7700HQ zum Einsatz, welcher Anfang des Jahres auf der CES vorgestellt wurde. Der native Quadcore-Prozessor unterstützt Hyper-Threading und der Grundtakt liegt bei 2,8 GHz. Das ist im Vergleich zum Vorgänger ein Plus von 200 MHz. Der Leistungsunterschied zwischen den beiden Prozessoren liegt bei rund 10 Prozent. Dies belegen auch die Ergebnisse der Cinebench-Benchmarks. Bei der Singlecore-Performance liegen das Dell Latitude 5480 und unser Lenovo ThinkPad T470p gleichauf, wenngleich die Multicore-Performance des Intel Core i7-7700HQ gegenüber dem Intel Core i7-7600U um ein Vielfaches höher ist. Somit besitzt das Lenovo ThinkPad T470p eindeutig die stärkste CPU hier im Testfeld.

Weitere Benchmarks zum Intel Core i7-7700HQ finden Sie hier.

* … kleinere Werte sind besser

0102030405060708090100110120130140150160170180190200210220230240250260270280290300310320330340350360370380390400410420430440450460470480490500510520530540550560570580590600610620630640650660670680690700710720730Tooltip

Cinebench R15 CPU Multi 64 Bit

Nachdem der Intel Core i7-7700HQ die thermale Grenze erreicht hat, wird die CPU-Leistung nach und nach gedrosselt. Ab dem vierten Durchgang der Cinebench-R15-Multicore-Schleife bleibt die Leistung des Prozessors in unserem Testgerät stabil und pendelt sich auf einem Wert von 700 Punkten ein. Weitere Informationen zu den Temperaturen unter Last finden Sie bei den Analysen zu den Emissionen.

Cinebench R10 Shading 32Bit

6835

Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit

22297

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit

5924

Cinebench R10 Shading 64Bit

6857 Points

Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit

28893 Points

Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit

7593 Points

Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit

8.16 Points

Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit

62.73 fps

Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit

1.82 Points

Cinebench R15 CPU Multi 64Bit

735 Points

Cinebench R15 CPU Single 64Bit

161 Points

Cinebench R15 Ref. Match 64Bit

99.6 %

Cinebench R15 OpenGL 64Bit

63.93 fps

Hilfe

Trotz der sehr schnellen CPU muss sich das Lenovo ThinkPad T470p dem Dell Latitude 5480 zumindest bei den PCMark-8-Ergenissen geschlagen geben. Mit rund 7 Prozent gelangt unser Testsample ins Hintertreffen und muss sich hier mit dem zweiten Platz begnügen. Insgesamt liefern hier alle Vergleichsgeräte eine sehr gute Performance ab, sodass keine großen Lücken zwischen den Geräten klaffen.

Die System-Performance des Lenovo ThinkPad T470p verspricht schon beim bloßen Blick auf die technischen Daten tadellos zu sein. Subjektiv bestätigt sich das. Auch wenn es nicht für den ersten Platz gereicht hat, macht das Arbeiten mit diesem Gerät Spaß und die Hardware ist gut aufeinander abgestimmt, sodass es keine nennenswerten Latenzen während der Arbeit entstehen.

Dell Latitude 5480
Intel Core i7-7600U, 2800, Toshiba SG5 256GB THNSNK256GVN8
Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE
Intel Core i5-7200U, 2500, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
Intel Core i7-7700HQ, 2800, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
Dell Latitude 14 E5470
Intel Core i5-6440HQ, 2600, Micron SSD 1100 (MTFDDAV256TBN)
HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
Intel Core i5-7200U, 2500, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
Intel Core i7-6700HQ, 2600, Samsung SSD PM871 MZ7LN512HCHP
Dell Latitude 5480
Intel Core i7-7600U, 2800, Toshiba SG5 256GB THNSNK256GVN8
Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
Intel Core i7-7700HQ, 2800, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
Intel Core i5-7200U, 2500, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE
Intel Core i5-7200U, 2500, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
Dell Latitude 14 E5470
Intel Core i5-6440HQ, 2600, Micron SSD 1100 (MTFDDAV256TBN)
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
Intel Core i7-6700HQ, 2600, Samsung SSD PM871 MZ7LN512HCHP
Dell Latitude 5480
Intel Core i7-7600U, 2800, Toshiba SG5 256GB THNSNK256GVN8
Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
Intel Core i7-7700HQ, 2800, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE
Intel Core i5-7200U, 2500, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
Intel Core i5-7200U, 2500, Samsung PM961 MZVLW256HEHP
Dell Latitude 14 E5470
Intel Core i5-6440HQ, 2600, Micron SSD 1100 (MTFDDAV256TBN)
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
Intel Core i7-6700HQ, 2600, Samsung SSD PM871 MZ7LN512HCHP
Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
Intel Core i7-7700HQ, 2800, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
Intel Core i7-6700HQ, 2600, Samsung SSD PM871 MZ7LN512HCHP
Dell Latitude 14 E5470
Intel Core i5-6440HQ, 2600, Micron SSD 1100 (MTFDDAV256TBN)
Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
Intel Core i7-7700HQ, 2800, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
Intel Core i7-6700HQ, 2600, Samsung SSD PM871 MZ7LN512HCHP
Dell Latitude 14 E5470
Intel Core i5-6440HQ, 2600, Micron SSD 1100 (MTFDDAV256TBN)
PCMark 7 Score 5766 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2 3650 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2 4883 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2 4654 Punkte

Hilfe

Der Massenspeicher unseres Testgerätes stammt aus dem Hause Samsung. Die schnelle, 512 GB fassende SSD ist über die PCIe-Schnittstelle angebunden und bietet dank OPAL-2.0-Support zusätzliche Sicherheit. Beim sequenziellen Lesen verzeichnen wir laut AS SSD mit 1.455 MB/s ein sehr ordentliches Ergebnis. Beim sequenziellen Schreiben erzielt die verbaute SSD im Test immerhin noch 1.176 MB/s. Im Vergleich können sich alle drei Laptops mit NVMe-SSD deutlich von den Geräten absetzten, bei denen die SSD nur über SATA-Geschwindigkeit verfügt.

Hinweis:

Das Lenovo ThinkPad T470p kann optional auch mit einem Datenträger im 2,5-Zoll-Format ausgerüstet werden. Wer auf den Einsatz eines WWAN-Moduls verzichten kann, kann diesen M.2-Steckplatz auch für einen weiteren Datenträger nutzen. Hierbei muss aber auf die Länge geachtet werden (Formfaktor M.2 2242).

Sequential Read:
1088 MB/s

Sequential Write:
1023 MB/s

4K QD32 Write:
563.1 MB/s

Sequential Read:
1455.12MB/s

Sequential Write:
1176.1MB/s

Access Time Read:
0.035ms

Access Time Write:
0.024ms

Primär übernimmt die Intel HD Graphics 630 die Bildausgabe und taktet je nach Bedarf mit 350 bis 1.100 MHz. Zudem entlastet sie den Prozessor im 2D-Betrieb sowie bei der Wiedergabe von Videos. Neben der integrierten Grafikeinheit besitzt unser Testsample noch eine zusätzliche Grafikkarte. Die Nvidia GeForce 940MX ist zwar schon lange kein Neuling mehr, entfaltet aber in Kombination mit dem starken Prozessor eine sehr gute Performance. Auch den Vorläufer in Form des Lenovo ThinkPad T460p haben wir damals mit dieser Kombination getestet. Trotzdem kann sich das Lenovo ThinkPad T470p deutlich absetzen und verweist alle Vergleichsgeräte bei den synthetischen Grafikbenchmarks mit deutlichem Abstand auf die hinteren Plätze. Der Abstand zwischen dem Vorgänger und unserem Testsample relativiert sich etwas, wenn man sich die Spezifikationen der Nvidia Geforce 940MX genauer ansieht. Dann sollte auffallen, dass beim Vorjahresmodell deutlich langsamerer DDR3-RAM als Grafikspeicher herhalten musste, wohingegen das Lenovo ThinkPad T470p nun mit einer Nvidia GeForce 940MX ausgestattet ist, welche mit erheblich schnellerem GDDR5-RAM ausgestattet ist.

Weitere Benchmarks zu der Intel HD Graphics 630 sowie der Nvidia GeForce 940MX finden Sie hier.

Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
NVIDIA GeForce 940MX, Intel Core i7-7700HQ
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
NVIDIA GeForce 940MX, Intel Core i7-6700HQ
Dell Latitude 5480
Intel HD Graphics 620, Intel Core i7-7600U
Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
Dell Latitude 14 E5470
Intel HD Graphics 530, Intel Core i5-6440HQ
HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
NVIDIA GeForce 940MX, Intel Core i7-7700HQ
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
NVIDIA GeForce 940MX, Intel Core i7-6700HQ
Dell Latitude 5480
Intel HD Graphics 620, Intel Core i7-7600U
HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
Dell Latitude 14 E5470
Intel HD Graphics 530, Intel Core i5-6440HQ
3DMark 11 Performance 3428 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score 36216 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score 11802 Punkte
3DMark Fire Strike Score 2253 Punkte
3DMark Fire Strike Extreme Score 1089 Punkte
3DMark Time Spy Score 737 Punkte

Hilfe

Obwohl die 3D-Leistung in den synthetischen Benchmarks einen guten Eindruck hinterlassen hat, sollte nicht zu viel von der Nvidia GeForce 940MX erwartet werden. Da es sich hier primär um ein Business-Gerät handelt, sollte kein preislicher Quervergleich zu einem reinen Gaming-Boliden erfolgen. Bei den von uns getesteten Spielen erreicht das Lenovo ThinkPad T470p im Vergleich zu den Geräten, welche nur mit einer integrierten Grafikeinheit daherkommen, sehr gute Ergebnisse. Bei älteren Titeln (Beispiel Bioshock Infinite und Battlefield 4) erreicht unser Testsample selbst mit dem Preset High noch passable Frameraten. Bei neueren Spielen tut sich die Nvidia GeForce 940MX zunehmend schwer und die Frameraten brechen ein. Wer gelegentlich mit dem Business-Begleiter spielen möchte, dem empfehlen wir eine HD-Auflösung mit einem mittleren Preset zu wählen, wobei hier trotzdem von Spiel zu Spiel entschieden werden sollte.

Keine große Kühleinheit im Lenovo ThinkPad T470p.Keine große Kühleinheit im Lenovo ThinkPad T470p.

Minimal lauter als der Vorgänger arbeitet das Lenovo ThinkPad T470p unter Last. Ohne Last steht der Lüfter oftmals still und beginnt erst mit der Arbeit, wenn dem Gerät etwas abverlangt wird. Die durchschnittliche Geräuschemission des Lenovo ThinkPad T470p ist im direkten Vergleich zu den anderen Laptops im Test mit 35,6 dB(A) etwas höher. Nur das Dell Latitude 5480 ist mit 42 dB(A) deutlich lauter. Bei 39,7 dB(A) erreicht unser Testsample das Maximum und ist dann zwar deutlich hörbar, aber noch nicht störend. Der Lüfter arbeitet dabei kontinuierlich und es gibt keine großen Drehzahlschwankungen. Beim normalen Arbeiten dringt nur ein leises Rauschen aus dem Gerät, welches als passabel zu bezeichnen ist.

Lautstärkediagramm

Idle

29 / 29 / 29 dB(A)

Last 35.6 / 39.7 dB(A)
red to green bar

30 dB
leise

40 dB(A)
deutlich hörbar

50 dB(A)
störend

min:

dark

, med:

mid

, max:

lightAudix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)

Umgebungsgeräusche: 29 dB(A)

* … kleinere Werte sind besser

dB(A)0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs203436.42540.538.63135.432.54039.4355045.439.76333318029.930.210035.336.812534.236.116025.92720028.828.625030.127.331529.526.740025.525.350027.124.863021.225.480020.225.3100019.727.4125019.629.6160019.131.8200019.33125002027.3315021.428.6400022.427.9500025.624.9630020.823.8800020.622.81000022.222.41250025.322.41600024.421.6SPL34.840N2.43.4median 22.4median 27Delta3.42.1hearing rangehide medianshow median Fan NoiseLenovo ThinkPad T470p-20J7S00000

3DMark 11 nach Stresstest3DMark 11 nach Stresstest

Das Thema Temperatur hatten wir im Zusammenhang mit der Cinebench-Schleife schon einmal erwähnt. Schon hier deutete sich an, dass durch Throttling die thermale Grenze des Prozessors problemlos erreicht wird. Vorab aber ein paar Worte zu den Gehäusetemperaturen des Lenovo ThinkPad T470p. Im Idle-Betrieb gibt es keine Beanstandungen. An allen Messpunkten liegen die Temperaturen deutlich unter der 30-Grad-Marke. Unter Last zeigt sich dann ein ganz anderes Bild. Punktuell werden schnell 50 °C und mehr erreicht, was beim Betrieb auf dem Schoß unangenehm werden kann. Kommen wir nun aber zu den Temperaturen, welche unter Last im Inneren entstehen. Beim Stresstest mit Prime95 erreicht der Intel Core i7-7700HQ schnell die thermale Grenze von 100 °C und wird zum eigenen Schutz gedrosselt. Genauer gesagt verzeichnen wir Temperaturen von 99 °C respektive 98 °C. Trotz des einsetzenden Throttlings taktet die CPU im Durchschnitt mit 3,2 GHz. Beim Stresstest mit dem Programm FurMark, welches hauptsächlich die GPU belastet, überschreitet der Prozessor trotzdem problemlos die 90-Grad-Marke. Die Nvidia GeForce 940MX bleibt mit 82 °C nicht gerade kühl und taktet während des Tests mit kontinuierlichen 1.050 MHz. Werden beide Programme nun zeitgleich ausgeführt, ist das Schwerstarbeit für den Lüfter. Die Temperaturen der CPU sind mit maximal 98 °C wenig überraschend auf dem gleichen Niveau wie zuvor. Die thermale Belastung des Prozessors führt in der Folge dazu, dass auch die GPU nun mit 89 °C deutlich wärmer wird als zuvor und gedrosselt werden muss. Unter dieser Dauerbelastung ist der Takt ist mit gut 1.000 MHz noch vertretbar. Direkt im Anschluss an den Lasttest haben wir den 3DMark 11 erneut laufen lassen, um zu prüfen welche Nachteile die anhaltende Belastung auf das Ergebnis hat. Das Ergebnis fällt etwas überraschend aus, denn ein messbarer Nachteil lässt sich nicht feststellen. Trotzdem ist unserer Ansicht nach die Kühleinheit überfordert und sollte vom Hersteller überdacht werden.

Hinweis:

Während dieses Lasttests ist es wiederholt vorgekommen, dass sich das Notebook auf Grund zu hoher Temperaturen in den Standby-Modus versetzt hat. Unverzüglich nach dem Abschalten wurde das Gerät wieder gestartet, um den Lasttest fortzuführen.

45.7 °C 39.9 °C 29.3 °C
50.2 °C 42.9 °C 29.1 °C
38.5 °C 35.2 °C 31.1 °C
Maximal: 50.2 °C
Durchschnitt: 38 °C
30 °C 51.3 °C 39.5 °C
28.8 °C 44.5 °C 50.7 °C
29.3 °C 38 °C 38.8 °C
Maximal: 51.3 °C
Durchschnitt: 39 °C

Netzteil (max.) 42 °C | Raumtemperatur 20.1 °C | Fluke 62 Max

25.8 °C 25.4 °C 25.4 °C
26.3 °C 25.3 °C 25.5 °C
25 °C 25.1 °C 24.8 °C
Maximal: 26.3 °C
Durchschnitt: 25.4 °C
25.7 °C 27.5 °C 25.6 °C
25.3 °C 26 °C 25.9 °C
24.5 °C 25.3 °C 24.9 °C
Maximal: 27.5 °C
Durchschnitt: 25.6 °C

Netzteil (max.) 25 °C | Raumtemperatur 20.4 °C | Fluke 62 Max

(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 38 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office auf 29.4 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 50.2 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 33.9 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 51.3 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.4 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 25.4 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.4 °C.
(±) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 38.5 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.2 °C (-10.3 °C).

* … kleinere Werte sind besser

Bei den verbauten Stereo-Lautsprechern gibt es keine Neuerungen. Es kommen die gleichen Speaker wie beim Vorgänger zum Einsatz. Dementsprechend finden sich auch beim Lenovo ThinkPad T470p alle Vor- und Nachteile wieder. Für Videotelefonie, Musik oder Videos reichen die kleinen Membranen jedoch. Beim Klang fehlt es wie so oft auf Grund der geringen Abmessungen an Bass, sodass die Höhen und Mitten überwiegen. Die maximale Lautstärke von knapp 83 dB(A) ist auch für größere Räume noch ausreichend. Selbst bei höchster Lautstärke sind keine Verzerrungen wahrzunehmen. Externe Lautsprecher können weiterhin via 3,5-mm-Stecker oder USB angeschlossen werden.

dB(A)0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs203443.62540.550.13135.444.64039.4455045.448.9633338.38029.931.310035.33812534.237.216025.939.420028.848.725030.162.631529.568.440025.56650027.170.263021.269.580020.266.5100019.768.8125019.672.3160019.174.6200019.377.125002069.9315021.469400022.471.6500025.668.6630020.863.4800020.663.61000022.262.71250025.358.11600024.451.5SPL34.883.1N2.455.4median 22.4median 66.5Delta3.46.535.335.132.931.831.83236.535.132.428.93328.936.328.848.32761.52752.924.860.92462.822.763.32269.521.267.82174.82075.919.472.718.97117.770.117.86917.671.817.668.117.671.417.673.717.670.417.571.617.671.617.669.617.459.717.583.630.662.51.5median 69.6median 17.84.62.4hearing rangehide medianshow median Pink NoiseLenovo ThinkPad T470p-20J7S00000 Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz

Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000 Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (83.1 dB)

Bass 100 – 315 Hz(-) | kaum Bass – 18.1% niedriger als der Median

(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (14.6% Delta zum Vorgänger)

Mitteltöne 400 – 2000 Hz(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.2% abweichend

(+) | lineare Mitten (5.9% Delta zum Vorgänger)

Hochtöne 2 – 16 kHz(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 3.3% abweichend

(+) | sehr lineare Hochtöne (6.5% Delta zum Vorgänger)

Gesamt im hörbaren Bereich 100 – 16.000 Hz(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (18.6% Abstand zum Median)

Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse» 33% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 9% vergleichbar, 57% schlechter

» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 51%

Im Vergleich zu allen Geräten im Test» 34% aller getesteten Geräte waren besser, 6% vergleichbar, 60% schlechter

» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (83.6 dB)

Bass 100 – 315 Hz(±) | abgesenkter Bass – 11.3% geringer als der Median

(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (14.2% Delta zum Vorgänger)

Mitteltöne 400 – 2000 Hz(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 2.4% abweichend

(+) | lineare Mitten (5.5% Delta zum Vorgänger)

Hochtöne 2 – 16 kHz(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 2% abweichend

(+) | sehr lineare Hochtöne (4.5% Delta zum Vorgänger)

Gesamt im hörbaren Bereich 100 – 16.000 Hz(+) | hörbarer Bereich ist sehr linear (9.3% Abstand zum Median

Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse» 1% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 97% schlechter

» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 20%, das schlechteste Gerät hat 50%

Im Vergleich zu allen Geräten im Test» 2% aller getesteten Geräte waren besser, 0% vergleichbar, 98% schlechter

» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Der Gesamtverbrauch konnte im Vergleich zum Lenovo ThinkPad T460p um 22 Prozent gesenkt werden. Erwartungsgemäß gut stehen die restlichen Vergleichsgeräte dar, denn diese sind teilweise mit sehr stromsparenden Komponenten ausgestattet und verzichten auf den Einsatz einer dedizierten GPU. Das Lenovo ThinkPad T470p gönnt sich ohne Last durchschnittlich 3,8 – 7,2 Watt. Gerade in diesem Bereich konnte im Vergleich zum Vorgänger deutlich nachgebessert werden. Unter Last sorgt dann die Kombination aus starker CPU und GPU für einen ordentlichen Anstieg. Mit maximal 99,6 Watt (mit einsetzendem Throttling deutlich absinkend) messen wir den Spitzenverbrauch des Lenovo ThinkPad T470p. Ist das Gerät ausgeschaltet oder befindet sich im Standby-Modus, liegt die Leistungsaufnahme 0,2 bzw. 0,35 Watt.

Das Netzteil kann mit maximal 135 Watt ausreichend Leistung zur Verfügung stellen.

Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
7700HQ, GeForce 940MX, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP, IPS, 2560×1440, 14
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
6700HQ, GeForce 940MX, Samsung SSD PM871 MZ7LN512HCHP, IPS-Panel, 2560×1440, 14
Dell Latitude 14 E5470
6440HQ, HD Graphics 530, Micron SSD 1100 (MTFDDAV256TBN), AH-IPS, WLED, 1920×1080, 14
Dell Latitude 5480
7600U, HD Graphics 620, Toshiba SG5 256GB THNSNK256GVN8, IPS, 1920×1080, 14
HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
7200U, HD Graphics 620, Samsung PM961 MZVLW256HEHP, TN, 1920×1080, 14
Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE
7200U, HD Graphics 620, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP, IPS, 1920×1080, 14
Idle min *

3.8

Idle avg *

6.5

Idle max *

7.2

Last avg *

62.5

Last max *

99.6

* … kleinere Werte sind besser

3DMark 11 im Akkubetrieb3DMark 11 im Akkubetrieb

Unser Testgerät ist mit dem größten Akku ausgestattet, der für dieses Gerät erhältlich ist. Der Lithium-Ionen-Akku mit 72 Wh lässt sich leicht entnehmen und austauschen. Alternativ kann das Lenovo ThinkPad T470p auch mit einem kleineren 47-Wh-Akku erworben werden. Dementsprechend fallen dann auch die Akkulaufzeiten deutlich kürzer aus als hier angegeben. Ohne Last gehen bei unserem Testgerät erst nach 17:39 Stunden die Lichter aus. Unter Last ist der Akku hingegen leider schon nach 82 Minuten leer, was vor allem dem stromhungrigen Prozessor zu verdanken ist.

Praxisnäher gestaltet sich unser WLAN-Test. Hierbei werden scriptbasiert verschiedene Webseiten im 30-Sekunden-Takt aufgerufen. Das Leistungsprofil “Ausgeglichen” ist aktiv und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² eingestellt, was bei unserem Testgerät einer Verringerung der Displayhelligkeit um drei Stufen entspricht. Unser Lenovo ThinkPad T470p erreichte so eine Laufzeit von guten 10 Stunden, womit man problemlos einen ganzen Arbeitstag auskommt. Bei der Wiedergabe von Videos reicht die Akkuleistung für 7:38 Stunden aus. Somit steht auch einem ausgedehnten Filmabend nichts im Wege, was die guten Multimedia-Eigenschaften des Lenovo ThinkPad T470p nochmals unterstreicht. Selbst im Akkubetrieb wird die 3D-Leistung nicht reduziert und der Score des abermals durchgeführten 3DMark 11 deckt sich mit den vorherigen Ergebnissen.

Großer 72-Wh-Lithium-Ionen-Akku.Großer 72-Wh-Lithium-Ionen-Akku.
Akkulaufzeit

Idle (ohne WLAN, min Helligkeit) 17h 39min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 (Edge 38.14393.1066.0) 10h 02min
Big Buck Bunny H.264 1080p 7h 38min
Last (volle Helligkeit) 1h 22min
Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000
7700HQ, GeForce 940MX, 72 Wh
Lenovo ThinkPad T460p-20FXS05500
6700HQ, GeForce 940MX, 48 Wh
Dell Latitude 14 E5470
6440HQ, HD Graphics 530, 62 Wh
Dell Latitude 5480
7600U, HD Graphics 620, 68 Wh
HP EliteBook 840 G4-Z2V49ET ABD
7200U, HD Graphics 620, 51 Wh
Lenovo ThinkPad T470-20HD002HGE
7200U, HD Graphics 620, 48 Wh
Idle

1059

H.264

458

WLAN

602

Last

82

Pro

+ funktionelles Design

+ robustes Gehäuse

+ sehr hohe Systemleistung

+ starker Intel Core i7-7700HQ

+ einwandfreie Eingabegeräte

+ lange Laufzeiten dank großem Akku (72 Wh)

+ IPS-Display mit WQHD-Auflösung und guter Blickwinkelstabilität

+ schnelle SSD mit OPAL-2.0-Support

+ viele Sicherheitsmerkmale

+ eigenständige GPU (Nvidia GeForce 940MX)

+ M.2-Slot, wahlweise für LTE oder SSD (M.2 2242)

+ Docking-Station-Port ist vorhanden

Contra

– full load is too much for the cooling system

– throttling

– high price

– display brightness lower than expected

– no USB 3.1 Type-C

Lenovo betreibt Modellpflege und verpasst dem ThinkPad T470p eine sehr starke Kaby-Lake-CPU. Deren Leistung ist in jeder Hinsicht mehr als ausreichend für die angestrebten Einsatzzwecke. Der nicht gerade üppige, aber ausreichende Speicherausbau (8 GB DDR4) kann jederzeit nach Bedarf erweitert werden. Sehr gut gefallen uns die vielen Sicherheitsfeatures, welche das Lenovo ThinkPad T470p erst zu einem Business-Gerät machen. Trotzdem spendiert der Hersteller dem Arbeitstier eine dedizierte GPU, welche durchaus in der Lage ist, dass eine oder andere Game mit passablen Frameraten auf den Schirm zu bringen. Der Massenspeicher liefert eine sehr gute Performance und trägt maßgeblich zu dem flüssig laufenden System bei. Unterm Strich zählt natürlich immer der Preis, welcher bei diesem Gerät mit 2.099 Euro ordentlich zu Buche schlägt. Für diese Summe erhält man ein sehr performantes Business-Notebook im 14-Zoll-Format, welches wieder einmal mit sehr guten Eingabegeräten ausgestattet ist.

Einige Kritikpunkte muss sich das Lenovo ThinkPad T470p jedoch gefallen lassen. Das Display liefert zwar eine solide Leistung, bleibt aber in puncto Helligkeit etwas hinter den Erwartungen zurück. Kein Verständnis haben wir dafür, dass Lenovo ein neues Gerät, welches einige Jahre im Einsatz sein soll, nicht mit modernen Schnittstellen ausstattet. Mindestens eine USB-3.1-Typ-C-Schnittstelle, welche Thunderbolt unterstützt, sollte für diesen Preis eigentlich drin sein. Zu guter Letzt könnte auch die Kühlleistung beim Nachfolger noch etwas aufgebohrt werden.

Als leistungstarker Quad-Core-Bolide im 14-Zoll-Format genießt das T470p in der heutigen Zeit ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Insgesamt hinterlässt das Lenovo ThinkPad T470p dennoch einen guten Gesamteindruck. Die sehr gute Systemleistung und die dedizierte GPU werten das Gerät auf und ermöglichen eine vielseitige Nutzung. Neben der Büroarbeit bewältigt das Lenovo ThinkPad T470p auch Multimedia-Aufgaben sehr gut, und auch einige Spiele lassen sich problemlos damit spielen.

Lenovo ThinkPad T470p-20J7S00000 – 2017-05-1414.05.2017 v6
Sebastian Bade

Konnektivität

64 / 80 → 80%

Leistung Spiele

71 / 68 → 100%

Leistung Anwendungen

91 / 92 → 99%

Office – gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

Autor: Sebastian Bade, 19.05.2017 (Update: 21.05.2017)

Sebastian Bade

Schon von klein auf interessierte ich mich für Technik und konnte dann auch den Wunschberuf „IT-Systemelektroniker“ erlernen. Im Anschluss begann meine 12-jährige Bundeswehrzeit, in der ich sehr viel dazugelernt habe und mein Wissen ständig auf dem neuesten Stand der Technik gehalten habe. Da ich dieses gerne teilen möchte, bietet Notebookcheck eine sehr gute Möglichkeit, dieses der breiten Masse anzubieten. Des Weiteren beschäftige ich mich viel mit Wasserkühlungen und Netzwerksicherheit.

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